Sonnenwendfeier am Hühnersberg

Sonnwendfeier am Hühnersberg

18.06.05

 

Wieder steht die Sonnwendfeier vor der Tür und die alljährliche Frage: „Wie machen wir es heuer?“ taucht auf. In einer Sitzung des Fremdenverkehrsausschusses soll diese Frage, wie schon in den letzten beiden Jahren geklärt werden. Aber diesmal stellt auch  unser Obmann, kein fertiges Konzept vor sondern versuchte lediglich seine Gedanken zur Sonnenwendfeier  vorzubringen.  Da man sich für nichts einigen konnte, verblieb man, dass man  sich beim Kolmwirt nochmals treffen sollte, und  dann vor Ort das Programm in Abstimmung mit den Wirtsleuten planen könne.  Dann war aber Funkstille. Unserem Obmann, Gottfried Hohenberger ist es zu danken, dass die Organisation der Sonnenwendfeier dann doch wieder in Schwung kam. Im selben Zug übernahm er auch  die Organisation dieser Traditionsveranstaltung. „Wo gehobelt wird, fliegen Spähne1“ sagt ein altes Sprichwort und wer etwas anfasst der macht auch Fehler. Und so kam es, dass am Postwurf bei den mitwirkenden Vereinen die beiden Feuerwehren, Lendorf und Hühnersberg nicht angeführt wurden. Bei einigen Mitgliedern dieser Vereine  führte dies zu einigen Unmutsäußerungen. So war zu hören, dass die einzigen Vereine, die sich für die Gemeinde Lendorf einsetzen nicht den Wert haben auf den Postwurf erwähnt zu werden. An die Adresse der kulturellen Vereine  wurde die Feststellung gerichtet: „Was macht Ihr denn – nichts!“  Zur Verteidigung muss man aber auch festhalten, dass diese Meinung nur von einer Minderheit  vertreten wird. Haben wir in Lendorf nicht eine einzigartige Vereinsvielfalt die für jedes Alter etwas zu bieten hat  und vertritt nicht jeder Verein auf seine Weise unsere Gemeinde in und außerhalb unserer Gemeindegrenzen!

 

So aber nun zur Sonnenwendfeier!

 

Entgegen der Tradition präsentiert sich der Samstag von seiner besten Seite. Blauer Himmel und Sonnenschein. Der Wind, der am Tag über das Land strich stellte pünktlich um 20.00 Uhr seine Tätigkeit ein und auch die Besucher waren gekommen, um beim Kolmwirt gemeinsam  mit den Lendorfer Vereinen das Fest der Sonnenwende zu begehen. Mit dem Aufmarsch der Vereine (Abordnung der beiden Feuerwehren Lendorf und Hühnersberg, Gesangsverein Lendorf, Volkstanzgruppe Lendorf, Lendorfer Schuhplattler ) angeführt von der Gemeindevertretung  und musikalisch begleitet von der Trachtenkapelle Lendorf wird das offizielle Festprogramm eröffnet. Mit den Liedvorträgen des Gesangsvereines und der Fanfare gespielt von der Trachtenkapelle fand die Sonnenwendfeier eine würdige Einleitung. In Vertretung des Bürgermeisters begrüßt Vzbgm. Pleschberger Simon die anwesenden Gäste und Vereine. In kurzen Worten weißt er auf die Bedeutung der Sonnenwende hin und gab seiner Freude Ausdruck, dass wir das Fest diesmal wieder bei schönem Wetter feiern können. Ein fixer Bestandteil im Programm sind auch die Volkstänzer und Schuhplatter die wieder in bewährter Manier Einblick ihr Auftrittsprogramm geben und mit der Uraufführung des „Lendorfer Fakeltanzes“  auch zum Höhepunkt überleiten. Gäste und Vereine marschieren zum Holzstoß (sieht mehr einem Holzhaufen ähnlich) der nun entzündet wird. Im Klange des Kärntner Heimatleides lodern die Flammen dem Himmel empor. Etwas entfernt könnte man glauben es handle sich hier um einen Waldbrand. Aber zumindest brennt der Haufen. Auch das kleine Sonnwendfeuer am Festplatz wurde entzündet und leuchtet fröhlich in die Nacht hinein bis, ja bis .......... die Geister den Festplatz betreten. Die Perchtengruppe versinnbildlicht die Meinung, dass nach Mitternacht die bösen Geister und Hexen über das Feuer gesprungen sind und sich die Menschen demnach noch vor Mitternacht ins Tal begeben sollten. Aber auch andere alte Glaubensüberlieferungen sollten durch das Auftreten der Perchtengruppe  in Erinnerung gebracht werden.

Mit dem Überspringen des Feuers durch die Mitglieder der Volkstanzgruppe Lendorf wird der offizielle Teil des Abends beschlossen. Während die Volkstänzer im Verlauf des Abends noch frisch auftanzen, waren die anderen Vereine wie verschluckt.  Kein Lied des Gesangsvereines Lendorf und kein Musikstück der Trachtenkapelle Lendorf  durchdrangen die klare Sommernacht.  Naja, vielleicht hat das schöne Wetter alle ein wenig überrascht………….

 

Und leise faucht der Wind die Berge entlang

und die Nacht hüllt das Tal in Schweigen.

Leise durchdrungen von Harmonikaklang,

gespielt von Musikanten auf den Bergen

Hell lodern die Flammen empor

Mächtig und stolz  - um es allen zu zeigen,

aus ist die Zeit wo die Blume noch frohr`

Frost und Winter müssen sich neigen.

 

                                    Gottfried 2005


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