Vlotho 2006

Unsere Freunde aus Vlotho, Joachim und Ulrike Petersen haben es geschafft, 25 Jahre gemeinsam durchs Leben zu gehen. Und da es sowieso zuwenig zu feiern gibt werden Freunde, Verwandte und Bekannte eingeladen um diesen Anlass ordentlich zu feiern. Auch nach Kärnten werden Einladungen verschickt. Eine davon erreicht die Lendorfer Schuhplattler, die sich dann auch gerne zu einem Ausflug ins benachbarte Ausland überreden lassen. Der Bus wird bestellt, und damit beginnen auch schon die Probleme. Obmann Gottfried Hohenberger bestellt einen Bus mit 20 Sitzplätzen wobei sich die Kosten für den Bus mit € 2.600,-- zu Buche schlagen. Aber erstens kommt es, eh anders, als man denkt. Und so ist es dann auch. Der Termin für die Hochzeit kreuzt sich genau mit dem Ausflug der Lendorfer Zech und somit fallen schon einmal die jüngeren Mitglieder aus. Als dann noch Amenitsch Christof 14 Tage vorher ankündigt, diesen Termin ebenfalls nicht wahrnehmen zu können steht man vor dem nächsten Problem, man hat keinen Musikanten. Trotz verzweifelter Versuche einen Musikanten aufzutreiben hat man es diesmal leider nicht geschafft. Der Bus bei der Fa. Bugelnig wird storniert und über die Fam. Gruber ein 9-Sitzer bestellt. Das bedeutet aber auch, dass die Besatzung auf 8 Personen reduziert werden muss. Nebenbei werden aber auch die weiteren Vorbereitungen für den Ausflug in die BRD getroffen. Geschenke müssen besorgt und die Zimmer gebucht werden. Am Tag der Abfahrt fällt mit Grutschnig Christian ein weiterer Teilnehmer aus und aus der beachtlichen Gruppe von 13 Burschen sind gerade mal 4 übrig geblieben. Unverdrossen machen sich diese, begleitet von ihren Frauen dann am Freitag den 26.Mai 2006 gegen 19.00 Uhr auf den Weg nach Vlotho. Bei Familie Steinwender erster Zwischenstopp. Fr. Steinwender feiert ihren 60.Geburtstag und das ist auch ein Grund anzustoßen. Aber um 20.00 Uhr sollte es richtig los gehen. "Wenn der Teufel Junge hat, dann hat er mehr", und so wird die Fahrt vor dem Tauerntunnel jäh gestoppt. Ein Frontalzusammenstoß zweier LKW und die damit verbundene Sperre des Tauerntunnels beschert den Reisenden einen Aufenthalt von rund 6 Stunden. 6 Stunden auf der Autobahn bei Regen und Dunkelheit – man denkt schon an Aufgabe aber als es um ca. 03.00 Uhr morgens wieder weiter geht, ist man doch wieder recht frohen Mutes. Die Fahrt dauert aber nur rund 90 Minuten und man hält wieder vor einem Unfallort. Diesmal verliert man nur 45 Minuten bis sich der Blechwurm wieder auflöst. Nun erst recht, so könnte man die Weiterfahrt unserer Schrumpftruppe Übertiteln. Oder "aller guten Dinge sind drei" denn wieder ist es ein Unfall der die nun doch recht zügige Fahrt wieder zu stoppen droht. Ein PKW bohrt sich in die Mittelleitschiene und kommt auf der Überholspur zum Stehen. Der Reisebus mit der Lendorfer Mannschaft kann sich gerade noch am Unfallfahrzeug vorbeischleichen. Da sich der Unfallenker nicht zu verletzt haben scheint und schon einige weitere Fahrzeuge stehen geblieben kann man die Fahrt aber ohne weiteren Zeitverlust fortsetzen. Schließlich treffen die Kärntner Besucher dann gegen 14.00 Uhr doch noch in Vlotho ein. Der ausgezeichneten Ortskenntnis von Walter Steinwender sowie der einfühlsamen Navigation durch Herrn Petersen Joachim ist es zu verdanken, dass das Ziel, der Gasthof Tannhäuser Krug doch noch erreicht wird. Die Jubelgäste sind gerade beim Essen und trotzdem wird die verschwitzte und abgekämpfte Lendorfer Truppe gebeten sich dazuzusetzen. Nach einem ausgezeichneten Mittagessen haben die Neuankömmlinge die Gelegenheit ihre Zimmer zu beziehen, sich frisch zu machen und umzuziehen. Während sich Herbert Gruber in die Federn wirftn stürzen sich , Baumgartner Josef und Silvia, Steinwender Walter und Annelise, Pacher Gertraud, Hohenberger Gottfried und Krainer Rudi in das Festgeschehen. Mit 3 Salutschüssen schreckt man die Hochzeitsgesellschaft auf. Obmann Gottfried Hohenberger überreicht dem Jubelpaar ein Geschenk und übermittelt beiden die Besten Wünsche namens der Lendorfer Schuhplattlergruppe. Natürlich wird auch ein Ständchen gegeben. Der neue Musikant aus Taiwan stellt sich hier als nicht ganz zuverlässig heraus, aber schließlich kann man die Gäste doch begeistern und muss einige Zugaben geben. Dann wird bis spät in die Nacht hinein bei Musik und Wein ausgelassen gefeiert. Hundemüde fallen schließlich auch die Kärntner in ihre Betten und verschwinden unter den Bettdecken. Das Frühstück am nächsten Morgen wird bei Familie Achim und Ulrike Petersen eingenommen. Der Kaffe weckt die Lebensgeister und mit Wurst, Käse und Brötchen wird auch für des Leibes Fülle etwas getan. Frisch gestärkt führt der nächste Weg zu Familie Fritz Petersen, wo auch schon Familie Plöger wartet. Nach einem gemeinsamen Umtrunk startet der Bus um 11.00 Uhr zur Heimreise. Hände werden geschüttelt und Wangen geküsst, auch einige Tränen vergossen. Aber leider, " alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei". So macht sich die Delegation aus Lendorf wieder auf den Heimweg. Vergessen sind die Strapazen der Anreise und froh gelaunt strebt man der Heimat zu, die dann auch ohne gröbere Zwischenfälle erreicht wird.

Unseren Gastgebern, Joachim und Ulrike Petersen möchten wir auf diesem Wege nochmals für die Einladung sowie die ausgezeichnete Bewirtung recht herzlich danken. Auch unserem Chaufeur, Herbert Gruber sei für die doch recht anstrengende Fahrt ein herzliches Dankeschön gesagt. Er hat uns trotz schwerer Turbulenzen, gesund und wohlbehalten zuhause abgeliefert.


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